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Know-how: u-Wert

Der u-Wert (früher k-Wert), bzw. mit exakter Bezeichnung Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Je größer der u-Wert, um so mehr Wärme geht durch ein Bauteil verloren.

Der u-Wert muss für jedes einzelne Bauteil berechnet werden:

  • Dachschrägen
  • Obergeschoßdecke
  • Außenwand
  • Fenster
  • Außentüren
  • Kellerdecke oder -boden

BEISPIEL

Die typische Außenwand eines Altbaus aus den 70er Jahren besitzt einen u-Wert von 1,0 W/(qmK). Wird diese Wand mit 16cm (WLG 035) gedämmt, verringert sich der u-Wert der Außenwand auf 0,18 W/qmK). Durch die gedämmte Außenwand des Gebäudes geht im Vergleich zur ungedämmten Außenwand nur noch 1/5 der Wärme verloren! Bei der Auswahl der Wärmedämmung ist immer auf die Wärmeleitgruppe WLG zu achten.

RECHTLICHES

Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der Energieeinsparverordnung EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen.

SONDERFALL FENSTER

Ein Fenster setzt sich aus der Verglasung und dem Rahmen zusammen. Dementsprechend kann man einen u-Wert nur für die Verglasung, nur für den Rahmen eines Fensters oder für das gesamte Bauteil Fenster (Verglasung + Rahmen) angeben. Diese kürzen sich wie folgt ab:

ug = u-Wert der Verglasung (g für Glas)
uf = u-Wert des Rahmens (f für frame=Rahmen)
uw = u-Wert des gesamten Fensters (w für window=Fenster)

Für Endkunden ist immer der uw-Wert entscheidend, also der Gesamt-u-Wert des Fensters!

FÜR BAUPHYSIKALISCH INTERESSIERTE

Der u-Wert beziffert die Wärmemenge, die bei 1 Kelvin Temperaturunterschied durch 1 Quadratmeter des Bauteils entweicht. Daraus ergibt sich die Einheit des u-Werts: W/(qmK).

Der u-Wert setzt sich zusammen aus Dicke d und Wärmeleitfähigkeit λ der einzelnen Schichten eines Bauteils und innerem und äußerem Wärmeübergangswiderstand Rsi bzw. Rse.

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