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EnEV 2014 - Sanierungen im Bestand

Die Anforderungen sind ähnlich gefasst wie die der EnEV 2009. Die Nachrüstpflichten gelten NICHT für Ein- bis Zweifamilienhäuser, wenn der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat. Erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 gelten die unten beschriebenen Anforderungen.Im einzelnen gilt vereinfacht:

HEIZKESSEL

Folgende Heizkessel müssen außer Betrieb genommen werden:*

  • Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind und mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden.
  • Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind und mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden: Außerbetriebnahme 2015.
  • Heizkessel, die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind und mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden: Außerbetriebnahme nach 30 Jahren Betriebsdauer.

* Hier lässt die EnEV einige Ausnahmen zu, beispielsweise bei Niedertemperatur- oder Brennwertkesseln

ROHRLEITUNGEN

Folgende Rohrleitungen müssen mit einer Wärmedämmung versehen werden

  • Bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, müssen mit einer Wärmedämmung versehen werden.
  • In Anlage 5 der EnEV 2014 sind die Anforderungen an die Wärmedämmung aufgeführt.

OBERGESCHOSSDECKE

Folgende Obergeschossdecken müssen gedämmt werden; Als Obergeschossdecke werden die Decken beheizter Räume zum unbeheizten Dachraum bezeichnet.

  • Bis zum 1.1.2016 müssen zugängliche Obergeschossdecken gedämmt werden. Dabei muss auch hier ein bestimmter u-Wert erreicht werden.
  • Die Nachrüstverpflichtung gilt NICHT für Obergeschossdecken, die die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 erfüllen.**
  • Anstelle der obersten Geschossdecke kann auch das darüberliegende Dach entsprechend gedämmt sein.

** Für bauphysikalisch Interessierte:

In der DIN 4108-2: 2013-02 wird nicht ein bestimmter maximaler Wärmedurchgangskoeffizient, also u-Wert [W/(m²K)] gefordert, sondern es sind einzuhaltende Mindestwerte des Wärmedurchlasswiderstands R [(m²K)/W] angegeben. Wird bei einem Bauteil der Mindestwert des Wärmedurchlasswiderstands eingehalten gilt als gesichert, dass auf der Innenseite dieses Bauteils kein Tauwasser ausfällt.

mit

Rse: äußerer Wärmeübergangswiderstand
: Summe der Wärmedurchlasswiderstände aller Schichten dieses Bauteils (von außen nach innen)
Rsi: innerer Wärmeübergangswiderstand

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